Prag - Wer hätte gedacht, dass diese Stadt so viele Schätze in sich verborgen hat. Die Hauptstadt der Tschechischen Republik an der Moldau ist weltweit bekannt als die Goldene Stadt. Diesen Namen hat sie durchaus verdient - Prag ist wie eine Schachtel gefüllt mit kostbaren Juvelen. Wenn man bei einem Stadt-Spaziergang die Prager Burg erklimmt, weißt man warum, denn bei Sonnenschein erstrahlen die Dächer der Stadt in goldenem Glanze.

Endlich scheint schon morgens die Sonne und ich nutze die Gunst der Stunde, für einen morgendlichen Spaziergang durch den riesigen, schräg gegenüberliegenden Park – Stromovka – der erstaunlich gut gepflegt und fast schon in deutscher Perfektion. Ich bin nicht unbedingt Frühaufsteher, aber in Prag muss ich mich nicht hetzten, ich wohne nämlich direkt nebenan : Im Prager Stadtteil 7 am Park Stromovka, im A&O Hostel. Genau richtig für mich. Übrigens, Stromovka ist Lieblingspark aller Prager, also richtig In!

Dann fahre ich ein paar Stopps weiter mit der Straßenbahn nach Mala Strana (Kleinseite). Über die Moldau werde ich später fahren, jetzt bleib ich in den kleinen aber oftmals steilen Gassen von Prag 5 und lasse die Touristen an mir vorbei hoch zum Hradschin ziehen. Ich will auf den Petrin-Hügel, früher Weinberg des König Karls, heute Park. Da ich schon gut gelaufen bin, entscheide ich mich für die Seilbahn, die mich direkt zur Spitze des Hügels bringt. Rauf auf den Aussichtsturm dort (hier steht der kleine Bruder des Eifelturms) und die 299 Stufen sind in 4 Minuten geschafft. Wahnsinn der Blick über die Kleinseite, runter zur Moldau, wo die Ausflugschiffe im PingPong hin und her fahren, rüber zur Altstadt und ihren Türmen. Beim Abstieg vom Hügel laufe ich durch die Rosengärten, die im Sommer eine wahre Pracht sein müssen. Auf dem Rückweg entscheide ich mich für einen fast ebenen Weg zum Kloster Strahov, einer Anlage aus dem 12.Jahrhundert. Unglaublich wieder der Blick auf Prag, ich bin sprachlos…

Nun geht es mit der Straßenbahn in die Altstadt, rüber zum Wenzelsplatz. Ich kaufe mir auf dem Markt nahe des Wenzelsplatz ein paar Früchte und setze mich später in eines der vielen Cafés. Ausgeruht gehe ich weiter, denn ich will rüber zur Naprikope, der größten Shoppingstraße Prags. Schicke Leute, schicke Läden. Zum Glück habe ich meine Kreditkarte dabei, bloß nicht übertreiben… Paar Stunden später Direkt neben McDonalds – sozusagen als Ironie der Geschichte – entdecke ich den Eingang zum Kommunismus-Museum. Das gönne ich mir noch, und der Besuch lohnt, erinnert, erklärt und mahnt mich. Aber Hunger ist stärker und ich denke an das Abendessen: Das typisch Böhmische hatte ich gestern, heute steht mir der Sinn nach was Exotischem. Ich finde am Ende der Naprikope in einer Passage im Untergeschoss (direkt unter einem Kino mit auch englischsprachigen Filmen) ein riesen Brasilianer: der scheint angesagt, denn viele junge Leute haben fast alle Sitze der riesen Räume eingenommen, emsig rennen schwer beladene Kellner mit Platen und riesen Fleischspießen zu den Plätzen. Entscheidung getroffen: ich bleibe hier.Ich denke, was ich wohl morgen machen würde…Wer zum ersten Mal in der Stadt ist, sollte auf jeden Fall eine Schifffahrt auf der Moldau machen, nur hier erhält man einen echten Überblick über die Stadt, lese ich in meinem Reiseführer…

Ich gehe zurück zum A&O Hostel und freue mich Kellergewölbe-Bar aus dem vorigen Jahrhundert da. Ein leckeres tschechisches Bier und anderen Gäste, mit denen ich plaudern kann. Ich hoffe, dass ich diesen richtig coolen Typen, Engländer, wieder treffen werde. Er ist auch alleine unterwegs. Nach London wollte ich übrigens auch immer schon. Das passt! Warum planen wir nicht gemeinsam den nächsten Tag? Und mal ehrlich, zu zweit macht das doch am meisten Spaß. Der Schifffahrt steht nichts im Wege!

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Srdečně vítáme!